Mit dem E-Bike durch den Wald

Die meisten unserer Leser werden nicht aus der Gegend stammen, in der wir wohnen, weshalb es in diesem Beitrag auch nicht um eine Tourenbeschreibung gehen soll, sondern darum, sich mal wieder in die Natur zu begeben. In unserem Fall mit dem Fahrrad, denn damit kommt man manchmal in Gegenden seines Heimatortes, die man anders wahrscheinlich gar nicht entdeckt hätte.

Eines vorab, weil man es heutzutage ja explizit erwähnen muss: Da ich in diesem Beitrag über das Thema Fahrrad schreibe, wird sicherlich auch das ein oder andere Foto unserer Bikes zu sehen sein und bestimmt werde ich auch unsere Navigations-App erwähnen. Deshalb handelt es sich hierbei im weitesten Sinne um Werbung. Alles was wir erwähnen wurde aber weder vom Fahrrad- oder Zubehörhersteller noch vom Navi-Entwickler bezahlt, sondern von uns selber und wenn wir sie erwähnen sollten, dann deshalb weil es in so einem Beitrag einfach erwartet wird.

Rauf aufs Bike und raus in die Natur

Es ist Karfreitag und das Wetter soll heute richtig gut werden. Was liegt also näher, als einen kleinen Ausflug zu machen. Unsere neuen Mountain-Bikes stehen schon bereit und warten darauf ausgeritten zu werden. Es sind E-Bikes und was früher gefühlt älteren Herrschaften vorbehalten war, hat sich in den letzten Jahren immer mehr zu einem Trend entwickelt. Wer heutzutage einen Fahrradladen aufsucht, wird immer weniger Räder mit einem klassischen Antrieb finden. Es sieht ein wenig so aus wie früher in den Plattenläden, als die CD die Vinyl-Scheiben verdrängt hat.

Wer übrigens denkt, der Motor in einem E-Bike treibt das Fahrrad auf Knopfdruck noch vorn, der irrt. Treten muss man schon noch selber. Der kleine Motor unterstützt lediglich, was z.B. bei bergigen Strecken und bei Fahrten gegen den Wind sehr angenehm ist. Man ist hinterher weniger kaputt, schafft mehr Strecke, kann die Fahrt mehr genießen und tut trotzdem etwas für seine Gesundheit. Ein E-Bike unterstützt dich bis ca. 25 Km/h, die sogenannten S-Pedelecs bis ca. 45 Km/h. Danach muss ganz normal ohne Unterstützung getreten werden. Für S-Pedelecs gelten übrigens andere Vorschriften als für E-Bikes, z.B. dürften wir damit nicht einfach so durch den Wald radeln.

Wir haben also ganz normale E-Bikes, was auch völlig ok ist. Nach Feierabend machen wir bei gutem Wetter damit kurze Rundtouren von ca. 20 Km, bei schlechtem Wetter gehts Abends ins Fitnesstudio.

Da heute Feiertag ist sollte es eine längere Tour werden und so habe ich in das Navi, welches speziell für Rad- und Wandertouren ausgelegt ist, die Stopps eingegeben, die wir besuchen wollten. Für alle die es interessiert, oder die aus der Gegend kommen: das Schulauer Fährhaus in Wedel, Flughafen Heist und wieder zurück nach Hause. Eine schöne Runde von etwa 42 Kilometer und 2,5 Stunden Dauer.

Das Navi zeigte uns die Route exakt an, nur störte es mich, dass sie meistens an der Straße entlang führte. Aber ich konnte in der App die Fahrrad-Arten auswählen (Fahrrad, Rennrad, Mountainbike). Als ich Mountainbike wählte, änderte sich die Route sofort und es ging nun zum größten Teil über unbefestigte Wege, durch die vielen Waldgebiete, die es hier bei uns gibt. Sehr geil, so wollten wir das.

Kreuz und quer über Stock und Stein

Zunächst mussten wir natürlich die Stadt verlassen, aber auch hier wurden wir durch Gegenden geleitet, die wir so noch gar nicht kannten. Klar, wir waren sonst ja auch überwiegend mit dem Auto unterwegs.

Am schönsten war aber die Fahrt durch die Wälder, an Feldern vorbei und über Wiesen, wo uns teilweise nur ein 30cm breiter Fahrstreifen zur Verfügung stand. Es ist einfach schön durch die Natur zu radeln ohne Autolärm und Abgase um dich herum zu haben. Besonders jetzt im Frühling, wenn alles anfängt zu blühen und die Vögel fröhlich zwitschern.

Klövensteen
Mitten im Wald ein total schöner See. Klövensteen.

Nicht selten sollten wir im Wald plötzlich abbiegen, auf einem Trampelpfad und wir fragten uns, woher kennt die Navi-App all diese Schleichwege? Wir fuhren durch den Klövensteen, einem ausgedehnten Wald und Tiergehege, bis wir dann in Wedel ankamen. Nach einer kurzen Pause und einem Käffchen ging es weiter zum Sportflughafen in Heist und wieder zurück nach Hause.

Wedeler Hafen
Am Wedeler Hafen angekommen
Welcome Höft
Große Pötte am Schulauer Fähranleger (Welcome Höft)

Das E-Bike spornt an

Ich bin noch nie so entspannt von einer Radtour zurückgekommen, was auch daran liegt, dass wir eine solch lange Tour mit unserem konventionellen Bikes auch nie gemacht haben. Zumindest kann ich mich nicht daran erinnern. Sehr wohl erinnere ich mich aber ein eine Tour im letzten Jahr in Sankt Peter Ording, als wir dort mit unserer Familie zum Leuchtturm Westerheversand gefahren sind. Die Familie auf E-Bikes, wir auf geliehenen motorlosen Rädern. Im Norden kommt der Wind ja immer von vorn und ich denke da ist auch die Idee gereift, dass wir uns eigene Elektro-Treter zulegen. Der Spaß, den es macht, spornt auf jeden Fall an, das Rad häufiger zu benutzen, besonders wo es jetzt auf den (hoffentlich guten) Sommer zugeht.

Den Schweinehund überlisten

Einen Tipp für diejenigen, die Angst haben, das Rad dann nach einiger Zeit doch nicht mehr zu benutzen. Geh mit Psychologie ran. Park dein Rad dort, wo die es jeden Tag siehst und wo du schnell ran kommst. Wenn es Mühe macht oder lange dauert es erst irgendwo hervorzuholen, ist die Gefahr groß, dass man dann doch die Brötchen mit dem Auto vom Bäcker holt, obwohl der nur 500 Meter entfernt ist.

den Schweinehund überlisten
Vielleicht muss du dein Bike ja nicht mitten im Wohnzimmer parken, aber zumindest in einfacher Reichweite.

Unsere Fahrräder stehen deshalb auch bei uns im Haus. Jetzt nicht immer so prominent im Wohnzimmer wie oben zu sehen, sondern an einem Platz, wo sie nicht stören, wir sie aber jeden Tag sehen. Dieser Tipp gilt übrigens nicht nur für E-Bikes.

Ich hoffe, dir hat dieser kleine Ausflug in die Fahrrad-Welt gefallen, auch wenn er natürlich etwas anders ist, als unsere sonstigen Reiseberichte. Wenn du hier mehr darüber lesen möchtest oder wir vielleicht Touren-Vorschläge aus dem Großraum Hamburg machen sollen, dann würden wir uns über einen Kommentar von dir sehr freuen (über jeden anderen Kommentar, freuen wir uns natürlich auch 😉 )

2 Gedanken zu “Raus in die Natur mit dem Mountain E-Bike”

  1. Das ist ein superschöner Beitrag, der perfekt beschreibt, was ich schon seit vielen Jahren genieße! Zwar habe ich kein Mountain Bike, aber ich bin ziemlich sicher, meine „Waltraut“ denkt, sie sei eins! Und die Kombination dieser Radtouren mit meinen WoMo-Reisen setzt noch eins oben drauf, finde ich!

    Herzlichen Glückwunsch zu euren neuen Bikes; ich wünsche euch superviel Spaß damit!

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