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Wie man einen Roadtrip plant

Urlaubsplanung
Lesezeit: ca. 4 Minuten

Last Updated on 1. April 2020 by Holger

Die Headline schreit ja geradezu heraus, dass es eine perfekte Herangehensweise gibt, um eine drei- bis vierwöchige Rundreise zu planen. Da jeder Mensch allerdings andere Ansprüche an eine solche Reise hat, muss man auch die Planung immer auf seine eigenen Ansprüche ausrichten. Ein Backpacker wird seine Reise sicherlich anders planen, als jemand der mit dem Wohnmobil unterwegs ist.

Wir möchten euch mit diesem Beitrag zeigen wie wir unsere nächste Wohnmobil-Reise nach Kanada planen, worauf wir achten und wie weit ins Detail wir bei der Planung eigentlich gehen.

Eins vorweg: Zuviel planen zu wollen kann in Stress ausarten, vor und während der Reise und meistens kommt es doch anders als man denkt. Wie sagte Gunnar letztens so schön: „Wenn wir nicht wissen was wir auf der Reise verpasst haben, dann ärgern wir uns hinterher auch nicht darüber.“

Aber mal von Anfang an.

Wohin und wie wollen wir reisen?

Das man natürlich wissen muss wohin man will ist die Voraussetzung jeder Reiseplanung, deshalb lassen wir diesen Entscheidungsprozess mal aus, zumal das bei uns immer relativ schnell geht. Wie wir Reisen wollen, darüber sind wir uns auch meistens schnell einig. In diesem Fall war es klar, dass wir mit dem Wohnmobil durch Kanada fahren werden.

Wenn das geklärt ist, sollte man sich fragen:

Wie lange soll der Roadtrip dauern?

Das hängt natürlich davon ab, wie viel Urlaub man hat und wohin man fährt. In großen Ländern wie Australien, den USA oder Kanada legt man in der Regel größere Strecken zurück als in europäischen Ländern. Außerdem gehen für die An- und Abreise in ferne Länder meistens mehrere (Urlaubs-)Tage drauf.
Letztendlich ist aber die Strecke die man fahren will ausschlaggebend dafür wie lange die Reise dauert. Wir planen also erst einmal die Tour, checken grob die Kilometer und wie lange wir an den jeweiligen Orten bleiben wollen. Die Zeit planen wir möglichst nicht zu eng, denn es kann immer mal was dazwischen kommen. Wir empfehlen bei weiten Reisen und großen Ländern 3-4 Wochen einzuplanen.

Die Reise buchen

Jetzt wissen wir also wohin wir wollen, dass wir mit dem Wohnmobil reisen wollen, haben eine ungefähre Route festgelegt und wir wissen von wann bis wann die Reise dauern soll.

Man kann jetzt natürlich alles einzeln buchen: Flüge, Hotels, Wohnmobil, evtl. der erste Campingplatz. Wir lassen uns die Arbeit aber gerne von einer Reiseagentur abnehmen (ein Reisebüro ist natürlich auch völlig ok). Die Vorteile: Man bucht alles aus einer Hand und kann dadurch von Rabatten profitieren die nur Reisebüros oder Agenturen bekommen. Ein weiterer Vorteil, für den wir bei unserer letzten USA Reise sehr dankbar waren: Man kann vor, während und nach der Reise, den Service der Agentur nutzen, wenn z.B. irgendetwas schief läuft, was umgebucht werden muss etc..

Für die Feinplanung nehmen wir gerne Bildatlas und Reiseführer
Für die Feinplanung nehmen wir gerne Bildatlas und Reiseführer

Feinplanung

Alles ist gebucht, die Termine stehen fest, also kann man sich an die Feinplanung der Reise machen. Wie oben schon erwähnt, planen wir nicht zuviel, um uns möglichst viel Spielraum zu lassen und schließlich will man das Land ja auch selber erleben und nicht mit einem Laufzettel, auf dem alle Sehenswürdigkeiten abgehakt werden, durch die Gegend laufen. Oft sind die Highlights einer Reise ja die, die man durch Zufall entdeckt oder erlebt. Auch die meisten Campingplätze reservieren nicht vor, das lässt uns größtmöglichen Spielraum und meistens bekommt man immer einen Platz. Hochfrequentierte Campingplätze an beliebten Orten sollte man aber zumindest in der Ferienzeit vorher reservieren, in den Nationalparks Jasper und Banff werden wir das vorsichtshalber machen.

Über die Besonderheiten eines Landes sollte man sich natürlich informieren und schon wissen, ob sich ein Ort zu besuchen lohnt oder nicht. Wir lassen uns dabei immer gerne von Bildatlanten inspirieren, da sie anders als Reiseführer journalistisch aufbereitet sind und Geschichten aus dem Land oder der Region erzählen. Dadurch und natürlich durch viele großartige Bilder bekommt man schon mal richtig Lust auf das Reiseziel und nebenbei auch Ideen, was man vor Ort so alles machen kann. Wir empfehlen die Bildatlanten von DUMONT und haben uns für unseren bevorstehenden Roadtrip den für Bildatlas Kanadas Westen* besorgt.

Bildatlas: Viele Fotos und Geschichten aus dem Reiseland
Bildatlas: Viele Fotos und Geschichten aus dem Reiseland

Bei der Detailplanung, einer Reise, wenn wir also Restaurants, Sehenswürdigkeiten etc. gezielt suchen, nehmen wir einen Reiseführer zur Hand. Für Kanada haben wir uns für einen von Lonely Planet* entschieden. Auf über 1.000 Seiten ist man damit wirklich rundum gut informiert.

Reiseführer: Sehr viele detaillierte Infos
Reiseführer: Sehr viele detaillierte Infos

Natürlich sind auch wir digital und haben mobiles Internet in der Tasche und so können wir uns bei Bedarf vor und während der Reise immer schnell informieren.

Das waren ein paar Tipps von uns, wie wir eine längere Reise planen. Uns würde interessieren ob und wie ihr eine solche Reise plant. Bis ins kleinste Detail, gar nicht und lasst alles auf euch zukommen, oder irgendwo dazwischen, so wie wir.

Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung vom Verlag MAIRDUMONT, spiegelt dabei aber voll und ganz unsere eigene Meinung wieder.
Bild und Text: travellersdelight.de

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