Unterwegs Blog

Dauerregen und keine Bären

Regen, Regen, Regen
Lesezeit: ca. 4 Minuten

Last Updated on 7. Februar 2020 by Holger

Nach dem wir in unserer Luxus-Lodge heute noch ausgiebig gefrühstückt haben, und Gunnar sogar noch mal im Jacuzzi war, ging die Fahrt weiter auf der 37 nach Stewart.

Der Regen der in den letzten beiden Tagen, sich auch mal bemühte kurz aufzuhören, setzte heute Morgen wieder ein und wurde, je näher wir unserem Ziel Stewart kamen, immer heftiger.

Das Besondere an der kleinen Gemeinde mit ihren ca. 500 Einwohnern ist eigentlich das Nachbardorf Hyder, welches nur ca. 60 Einwohner hat und sich nicht mehr in Kanada befindet, sondern zu Alaska gehört, also zur USA. Bei der „Einreise“ in die USA findet anders als bei anderen US-amerikanischen Grenzen keine Kontrolle statt (warum auch?), bei der „Wiedereinreise“ nach Kanada, werden aber die Pässe kontrolliert.

Stewart & Hyder

Um nach Stewart zu kommen, fährt man die 37 weiter Richtung Süden und dann ab Meziadin Junction auf der 37A weiter nach Stewart. Irgendwann kommt auf der linken Seite der Bear Glacier, der direkt an der Straße in einen See mündet. Kurze Zeit später sind wir dann in Stewart. Diese Stadt ist etwas mehr als die Letzten die wir auf unserer Strecke gesehen haben auf Tourismus ausgelegt, aber dennoch wirkt hier fast alles sehr alt und für viele ist die Saison auch bereits zu Ende und die Läden geschlossen.

Der Bear Glacier
Der Bear Glacier
Stewart
Stewart
Willkommen in Hyder, Alaska
Willkommen in Hyder, Alaska
Dieses Haus in Hyder ist wohl noch bewohnt
Dieses Haus in Hyder ist wohl noch bewohnt
Verlassenes Haus in Hyder
Verlassenes Haus in Hyder
Alte Tankstelle in Hyder
Alte Tankstelle in Hyder

Extremer wird es noch in Hyder. Das einige der hier stehenden Häuser bewohnt sind, mag man angesichts der strengen Winter kaum glauben. Vieles ist aber auch einfach schon verlassen und verfallen und erinnert stark an eine Geisterstadt und so nennt sich Hyder auch selbst „die freundlichste Geisterstadt Alaskas“.

Bären gucken

Fährt man die 37A durch Hyder durch gelangt man zur Fish Creek Wildlife Observation Site. Von hier aus soll man Schwarz- und Grizzlybären beim Lachsfangen beobachten können. Mitunter laufen sie aber auch einfach so über die Straße.

Als wir dort waren, war es den pelzigen Gesellen aber wahrscheinlich genauso ungemütlich wie uns und sie blieben außer Sichtweite.

Wir fuhren statt Bären gucken, die Straße weiter rauf zum riesigen Salmon Glacier. Er ist der fünftgrößte Gletscher Kanadas und er ist über eine sehr abenteuerliche Schotterpiste, die teilweise stark ansteigt zu erreichen. Diese Piste ist für größere Wohnmobile nicht zu empfehlen, da unser RV aber nur 19 Fuß lang ist, trauten wir uns einfach. Für die Strecke gibt es einen Auto-Guide, der einem die interessantesten Punkte der Strecke erklärt. Schon nach einigen Kilometern hinter Hyder, kann man den Gletscher von oben sehen. Die beste Aussicht hat man vom Summit Viewpoint auf das ganze Areal und es war selbst für uns die ihn leider nur etwas Wolkenverhangen sehen konnten beeindruckend. Ab der Fish Creek Wildlife Observation Site sind es ca. 28 Km (ab Stewart 37) und man braucht etwa eineinhalb Stunden herauf. Hier oben tranken wir noch einen Kaffee im Wohnmobil und fuhren dann bei einsetzendem Schneeregen wieder die ganze, holprige Strecke nach unten.

Straße zum Salon Glacier
Straße zum Salmon Glacier
Der Salmon Glacier
Der Salmon Glacier

Das mit den Bären werden wir morgen noch mal versuchen, bevor wir weiter in den Süden fahren und das schlechte Wetter hoffentlich bald los sind.

Übernachten tun wir in Stewart im Bear River RV Park, unserem bisher mit 42,56 CAD teuerstem Campground, aber das „free wifi“ hatte uns gelockt. Da das aber hier in der Wildnis über Satelit funktioniert und alle anderen im ausgebuchten Campingplatz auch darauf zurückgreifen wollen, ist die Geschwindigkeit zum Bilderhochladen nicht zu gebrauchen. Selbst Google öffnet ich kaum. Vielleicht später wenn die Meisten schon schlafen.

2 Kommentare zu “Dauerregen und keine Bären

  1. Die Fotos vermitteln schöne Eindrücke von den beiden kleinen Orten, und ich bin sicher, dass es so oder so ähnlich auch schon 20 Jahre früher ausgesehen hat! Einerseits erstaunlich, andererseits aber auch sehr schön, dass sich fast nichts verändert hat…

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