Ganz nah ran mit der G7 X

In unserem letzten Beitrag haben wir über unsere Fotoausrüstung geschrieben, die wir in der Regel mit auf Reisen nehmen. Der Kommentar von Johanna hat mich dazu inspiriert einmal darüber zu schreiben, warum wir mit den Kameras arbeiten, die wir dort vorgestellt haben und wie du herausfindest, welche Kamera für dich die Beste ist.

Johanna fotografiert auf Reisen mit ihrem Smartphone. Das ist auch völlig ok, denn sie ist mit dem Ergebnis zufrieden. Und genau so möchte ich in diesem Beitrag auch an die oben gestellte Frage herangehen. Ich will dich nicht zu irgendetwas überreden oder weismachen, dass du nur gute Bilder mit einer DSLR und superteuren Objektiven machen kannst, vielmehr will ich dir helfen, die für deine Ansprüche richtige Wahl zu treffen, indem ich dir die Vor- und Nachteile am Beispiel von drei gängigen Kameratypen gebe.

  • Die Kompaktkamera
  • Die Bridge- oder Superzoom-Kamera
  • Die digitale Spiegelreflexkamera (DSLR)

Die Kompaktkamera

Fangen wir mit der kleinsten der drei an, der Kompaktkamera. Die Canon G7 X von Gunnar ist eine solche. Sie ist klein und handlich bietet aber eine Ausstattung, wie die einer großen und eine sehr gute Bildqualität. Sie hat eine Auflösung von 20,2 Megapixel und einen 4,2fachen optischen Zoom. Mit einem Blendenbereich von 1:1,8-2,8 ist das Objektiv sehr lichtstark, was dir auch bei weniger günstigem Licht, zu guten Fotos verhilft. Mit dieser Lichtstärke sind auch Bilder mit schöner Hintergrundunschärfe kein Problem. Das Objektiv startet im Weitwinkelbereich mit einer Brennweite von 24mm. Mit dem großen, klappbaren Touchscreen hast du jede Aufnahme perfekt im Griff. Die G7 X ist aber nicht nur gut zum Fotografieren sondern auch zum Filmen, was wir damit auch sehr häufig tun. Vorteil der Canon hierbei, der extrem leise Zoom.

Die G7 X ist auch als Vloging Kamera sehr beliebt
Die G7 X ist auch als Vloging Kamera sehr beliebt
Die G7 X bei einer Zeitrafferaufnahme
Die G7 X bei einer Zeitrafferaufnahme

Wenn du jetzt schon neugierig warst und auf den Amazon-Link geklickt hast, wirst du dich sicher über den Preis dieser kleinen Kamera wundern, denn dafür bekommt man ja schließlich auch schon eine einfache DSLR mit Kit-Objektiv. Das stimmt, aber wie bei vielen Dingen kommt es auch bei den Kameras nicht unbedingt auf die Größe an, sondern auf das, was drin steckt, und das ist bei dieser Kompakten eine ganze Menge. Willst du sparen und kaufst dir eine Kompakte im unteren Preissegment (so bis ca. 300 Eur) dann kannst du dir das Geld lieber sparen, wenn du ein gutes Smartphone hast, denn deren eingebaute Kameras bieten mittlerweile identische, oder gar bessere Leistungen wie einfache Kompaktkameras.

Mit der G7 X vergleichbare Kameras sind z.B. die Sony RX 100 II und die Panasonic LX 100.

Einsatzbereich Kompaktkameras:
Anspruchsvolle Fotografen und Filmer die aber wenig Platz im Gepäck haben, ideal also z.B. für Backpacker.
Vorteile: Geringer Platzbedarf, großartige Bildqualität, wenn man eine hochwertige Kamera kauft.
Nachteile: Die kleinen Akkus sind besonders beim Filmen relativ schnell leer, es sollte also immer Ersatz dabei sein.


Die Bridge- oder Superzoom-Kamera

Der Name verrät schon viel über das was diesen Kamera-Typ ausmacht. Angesiedelt zwischen Kompaktkamera und DSLR hat sie die Aufgabe ein Alleskönner zu sein. Optisch sehen sie alle ein wenig nach Spiegelreflex-Kamera aus, sind aber meist etwas kleiner und haben ein festes Objektiv. Dessen Aufgabe ist es dem Fotografen einen möglichst hohen Brennweitenbereich zu liefern. Ich selbst hatte vor Jahren auch mal eine Superzoom und war sehr stolz auf meinen 16fachen Zoom. Damit reißt man heute aber niemanden mehr vom Hocker. Die Nikon Coolpix P900 kommt z.B. mit einem 83fachen optischen Zoom daher (ja du hast richtig gelesen), was technisch zwar eine Meisterleistung zu sein scheint, wobei man aber bei der Abbildungsqualität in bestimmten Bereichen sicherlich Abstriche machen muss.

Im Gegensatz zu einer Kompaktkamera, steckt man eine Bridge-Kamera nicht einfach mal in die Jackentasche, sie braucht schon einen Rucksack oder eine kleine Fototasche zum Verstauen.

Einsatzbereich Bridge-Kameras:
Fotografen, die für alle Aufnahmesituationen gewappnet sein wollen, aber keine Lust auf Objektiv-Wechsel haben.
Vorteile: Hoher Brennweitenbereich, relativ geringer Platzbedarf
Nachteile: Bei Superzoom-Objektiven muss man in bestimmten Situationen in der Abbildungsqualität im Vergleich zu einer DSLR sicher ein paar Abstriche machen.


Die DSLR

Die Digitale Spiegelreflexkamera bietet dem Fotografen und mittlerweile auch dem Filmer die größten Möglichkeiten und die größte Kreativität beim Fotografieren.
Ich fotografiere schon seit Jahren mit Canon DSLRs (zuerst die EOS 60D, jetzt die EOS 70D), deshalb kommen meine Beispiele hier auch aus diesem Hause, man bekommt ähnliche Modelle aber auch z.B. von Nikon oder Sony.

Der Vorteil von DSLR Kameras ist natürlich die große Auswahl an Wechselobjektiven, die für die unterschiedlichsten Aufnahmesituationen gemacht sind. Aber es gibt natürlich auch die Allround-Objektive, die gern auch „Immerdrauf-Objektiv“ oder auch „Reisezoom“ genannt werden. Bei Objektiven ist man übrigens nicht immer an die Auswahl des Herstellers gebunden, sondern kann auch solche von anderen Objektivherstellern einsetzen. Sigma und Tamron sind z.B. Hersteller hochwertiger Objektive. Der Kreativität des Fotografen sind in der DSLR-Fotografie kaum Grenzen gesetzt, außer die des Geldbeutels. Schon bei den Gehäusen, auch Bodys genannt, also den nackten Kameras ohne Objektiv kann man von wenig bis sehr sehr viel Geld ausgeben. Objektive sind oft noch teuerer als der Body selber. Hier ergibt sich aber auch wieder ein Vorteil: Man kann kombinieren. Auch mit deiner Einsteiger DSLR kannst du mit einem hochwertigen Objektiv großartige Bilder machen, wobei man aber auch sagen muss, dass man eigentlich auch mit einer Einsteiger-Kamera, egal mit welchem Objektiv, keine schlechten Fotos machen kann, es sei denn du bist nun total untalentiert.

DSLR mit dem Canon EF 24-105mm 1:4,0 L IS USM
DSLR mit dem Canon EF 24-105mm 1:4,0 L IS USM
Holger bei der "Arbeit" mit der DSLR
Holger bei der „Arbeit“ mit der DSLR

DSLR: Günstiger Einstieg möglich

Der Einstieg in die DSLR Fotografie muss gar nicht teuer sein, denn fast jeder Hersteller hat günstige Einstiegsmodelle mit Kit-Objektiv im Programm. Bei Canon ist die Einstiegskamera z.B. die EOS 1300D zum Preis von derzeit knapp über 300 Euro (nur der Body), den Vorgänger die 1200D gibts sogar schon unter 300 Euro. Im Kit mit z.B. einem EF-S 18-55mm Objektiv bekommst du für unter 400 Euro schon eine gute Kamera.

Für alle die etwas mehr wollen, eine Kamera mit mehr Features geht bei Canon die Reise bei der EOS 80D (dem Nachfolger meiner 70D) oder EOS 7D MarkII weiter. Selbst im mittleren Preissegment kann man bei Canon mit der EOS 6D schon in die Vollformat-Fotografie wechseln.

Wer noch mehr möchte, sollte nun aber schon ein gut gepolstertes Bankkonto haben, aber für denjenigen, der von sich ehrlich sagen kann, dass er ein Profi ist, geht an der legendären EOS 5D Mark III oder gar der EOS-1D X kein Weg vorbei. (Die aktuellen Preise entnehmt ihr bitte den Links)

Was nütz aber die beste und teuerste Technik einer DSLR in der Tasche wenn man sie nur im Automatikmodus benutz? Auch damit werden dir ohne Zweifel tolle Aufnahmen gelingen, aber wenn du dich nicht mit der Technik deiner Kamera beschäftigst, bleiben dir so viele Möglichkeiten, die sie dir bietet und so viele noch bessere Fotos vorenthalten.

Einsatzbereich DSLR:
Ambitionierte Hobbyfotografen (Filmer) und Profis
Vorteile: Den fotografischen Möglichkeiten sind fast keine Grenzen gesetzt
Nachteile: Die Kameras und die Objektive sind groß und oft sehr schwer, weshalb man sich auf Reisen auf zwei drei Objektive beschränken sollte.

Ich hoffe dieser kleine Überblick hat dich ein bisschen inspiriert und vielleicht warst du ja auch gerade auf der Kamerasuche und weißt jetzt, welcher der richtige Kamera-Typ für dich ist, dann lass es uns gerne wissen und schreibe uns einen Kommentar. Das kannst du natürlich auch tun, wenn du noch ein paar Fragen hast.


Dieser Beitrag enthält Affiliate Links zu Amazon. Diese Links sollen dich über die aktuellen Marktpreise der vorgestellten Produkte informieren. Solltest du über diese Links etwas bei Amazon bestellen erhalten wir einen kleine Provision für den Kauf.

4 Komentare zu “Welche Kamera ist auf Reisen die Beste?”

  1. Hallo Holger,
    interessanter Artikel. 🙂 Besonders praktisch finde ich, dass du den Einsatzbereich jeder Kamera vorstellst sowie die Vor- und Nachteile.
    Aus deiner Liste ist mein Favorit die Kompaktkamera. Aber ich glaube, dass ich erstmal noch bei meinem Smartphone bleibe… 😉
    LG Johanna

  2. Hi Holger
    Ein wunderbarer Beitrag. Ich bin vor allem ein Fan von der Sony RX100 M3. Seit ich mir die Kamera zugelegt habe, nehme ich sie überall hin mit. Die DSLR ist mittlerweile nur noch auf Reisetrips dabei welche in die Natur führen.
    Herzlichst, Michelle

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.