Warum man zu Silvester Berliner isst

Wer in Norddeutschland lebt oder hier zum Jahreswechsel Urlaub macht, kommt um ein ganz bestimmtes Gebäck nicht herum. Vielerorts gibt es am 31. Dezember in Bäckereien gar keinen anderen Kuchen zu kaufen als die leckeren runden Dinger. Trotzdem oder gerade deswegen stellt sich die Frage, warum man zu Silvester Berliner isst.

Der Norddeutsche verspeist natürlich nicht den Berliner an sich, sondern viel mehr ein mit Fruchtmarmelade oder Pflaumenmus gefülltes und in Fett ausgebackenes Hefegebäck. Zu Silvester wird das Teilchen auch gern mal mit Senf angeboten, weil das besonders spaßig sein soll. Schmecken tut es aber wohl nicht.

Warum Berliner Berliner heißen

In Berlin wird der Berliner übrigens Berliner Pfannkuchen und vielerorts auch Berliner Ballen genannt. Man sagt das für die Namensgebung ein Berliner Zuckerbäcker verantwortlich zeichnet. Dieser sollte im Jahr 1750 als Kanonier unter Friedrich dem Großen dienen. Nachdem sich der Patissier aber als wehruntauglich erwiesen hatte, begleitete er das Regiment als Feldbäcker und backte voller Dankbarkeit dafür Kanonenkugeln, die man essen konnte, eben Berliner.

Warum man zu Silvester Berliner isst

Aber warum gerade um den Jahreswechsel herum der Run auf die kleinen kalorienreichen Dinger so groß ist, ist weitestgehend ungeklärt.

Ein möglicher Grund dafür ist, dass sich früher die Menschen in der Zeit bis Fastnacht rüsten mussten, um die Fastenzeit bis Ostern durchzuhalten. In Fett gebackene Kuchen wurden dafür als besonders gut geeignet erachtet (200 Kalorien pro Stück), weshalb sie vorzugsweise zwischen Weihnachten und Karneval dazu dienten, entsprechende Reserven zu bilden.

Allerdings hat Schmalzgebäck tatsächlich eine Tradition, die weiter zurückreicht als die der christlichen Fastenzeit. Schon Darstellungen bei Pharao Ramses III. belegen, dass die alten Ägypter Berliner Ballen kannten. Im Römischen Reich wird die Herstellung schon 100 Jahre vor der Zeitenwende detailliert beschrieben.

Wie erwähnt, traditionell gibt es dieses Gebäck in Norddeutschland in der Silvesternacht nach Null Uhr. Was ist aber mit dem Rest des Landes? Was isst man in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen? Wir freuen uns auf eure Kommentare.

5 Kommentare bei “Warum man zu Silvester Berliner isst”

  1. Ich bin Berliner und esse Pfannkuchen – wie wir sie hier in Berlin nennen – jedes Jahr an Silvester. Allerdings eher um die Nachmittagszeit 🙂 frohes neues Jahe!

  2. Ich bin Berliner und esse Pfannkuchen – wie wir sie hier in Berlin nennen – jedes Jahr an Silvester. Allerdings eher um die Nachmittagszeit 🙂 frohes neues Jahe!

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