Der Hafen von Vancouver

Heute war Tag der Wohnmobil-Abgabe in Vancouver. Unsere Taschen hatten wir gestern bereits gepackt, so dass wir heute nur noch kurz durchfegen, das Bad einmal wischen und dumpen mussten.

Dann ging es von Porteau Cove nach Vancouver in den Ortsteil Delta. Das waren noch fasst 70 Km, denn wir mussten dazu einmal ganz durch Vancouver durch. Unser Navi umfuhr pflichtbewusst alle mautpflichtigen Strecken und zeigte uns dafür ein paar feine und weniger feine Seiten Vancouvers. Nach einem kurzen Tankstopp waren wir gegen 10:30 Uhr an der Vermietstation.

Sofort als wir ankamen würden wir auf einen bestimmten Parkplatz eingewiesen und noch bevor der Motor aus war, umschwirrten mehrere Mitarbeiter das Fahrzeug, öffneten alle Klappen, machten eine Außenkontrolle (inkl. Dach) und checkten die Fullstände. Wir kamen uns ein wenig vor, wie bei einem Boxenstopp in der Formel 1.

Ein weitere Mitarbeiter nahm die beiden Schäden (unseren kleinen Unfall und den Einbruch) auf. Mit dem Bericht ging es dann ins Hauptgebäude, in dem wir natürlich erstmal gefragt wurden, wie denn unser Urlaub gewesen sei. Wahrheitsgemäß antworteten wir, dass die ersten drei Wochen toll waren, die letzten Tage aber eher nicht. Der deutsch sprechende Mitarbeiter und der ebenfalls deutsch sprechende Leiter der Station drückten ihr Bedauern aus und erklärten uns, was nun zu machen sei. Für die beiden Schäden würde direkt vor Ort ein Kostenvoranschlag gemacht und dann müssten wir für diese erst einmal die Selbstbeteiligung bezahlen. Da beide Schäden getrennt betrachtet werden, wird diese auch zweimal fällig, wir bekommen sie später aber von unserer Versicherung wieder.

Der Unfallschaden war nur sehr gering, so dass dafür nicht die vollen 750 Dollar, sondern nur der tatsächliche Betrag bezahlt werden musste. Der Einbruchschaden am Wagen übertieg, wie zu erwarten aber die 750 Dollar.

Coast Coal Harbour Hotel

Nachdem das alles bezahlt war, wurden wir von Fraserway mit einem Shuttle ins Coast Coal Harbour Hotel gebracht, wo wir die nächsten drei Tage bleiben. Hier bekamen wir die Zimmernummer 911 und mussten kurz schmunzeln, da das auch die allgemeine Notrufnummern ist, bei der wir am Montag nach dem Einbruch angerufen hatten. Die freundlich Dame an der Rezeption wollte uns, als wir ihr alles erklärt hatten, sogar ein anderes Zimmer geben, aber die 911 ist schon ok für uns.

Gastown
Gastown
Gastown, der touristische Teil
Gastown, der touristische Teil
Das Revolver Café in Gastown
Das Revolver Café in Gastown
Im Revolver Café
Im Revolver Café

Nach einer kurzen Pause, ging es ein wenig die Stadt erkunden. Zuerst nach Gastown und dort ins Revolver Café, welches sehr zu empfehlen ist. Hier wird der Café (bis auf den Espresso für unseren Flat White), einzeln per Hand aufgebrüht. Nach dem leckeren und starken Kaffee und einem Stück Kuchen, schlenderten wir noch durch die kleinen Läden in dem touristischen Teil von Gastown und gingen dann an den Hafen runter. Gegen Abend aßen wir bei Goldiespizza zu zweit eine riesen Partypizza, schließlich kamen wir ja gerade aus der Wildnis. Die Bedienung in diesem Laden ist wirklich sehr freundlich und zuvorkommend, und die Pizza top.

Vancouver Downtown
Vancouver Downtown
Spiegelungen - alt und neu
Spiegelungen – alt und neu
Kreuzfahrterminal in Vancouver
Kreuzfahrterminal in Vancouver
Wasserflugzeuge starten hier im Minutentakt
Wasserflugzeuge starten hier im Minutentakt

Eigentlich wollten wir danach noch in den ziemlich gut ausgestatteten Fitnessraum des Hotels gehen, beließen es aber bei einem Besuch des Außen-Pools und Jacuzzi in der 5 Etage. Schon ganz witzig zwischen zwei Hochhäusern im Wasser zu paddeln.

In diesem Urlaub machen wir ja relativ viele Dinge, die wir sonst auf Reisen nie gemacht haben (ich meine jetzt nur die positiven Dinge) und so haben wir uns heute auf dem Weg zurück ins Hotel spontan einen Friseur-Termin für morgen früh, in einem sehr cool aussehenden Barber-Shop, geholt.

Wir sind gespannt.

2 Komentare zu “Vancouver – Room Number 911”

  1. Interessanter Bericht! Die Zimmernummer „911“ ist ja witzig, vor allem, weil sie ja nicht nur eine Telefonnummer, sondern auch ein geschichtsträchtiges Datum ist… 😉 Und ihr habt am 11. September in diesem Zimmer gewohnt!

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