Death Valley

Wer einmal in Las Vegas war, weiß, dass Abschied nehmen nicht leicht fällt. Las Vegas liegt in der Wüste und die ist ein ziemlicher Kontrast zur Spielerstadt. Für heute hatten wir uns die gut 430 km nach Lone Pine vorgenommen und der Weg dorthin führt genau durchs Death Valley.

Für Wohnmobile ist die Durchfahrt vom 15.06. bis 15.09. nicht gestattet, denn hier kann es verdammt heiß werden. Die Durchschnittstemperaturen liegen im Sommer zwischen 40 und 47°C. Trotzdem gibt es hier (meist im Frühling) eine reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt. Der Name „Tal des Todes“ stammt von den Goldgräbern, die Mitte des 19. Jahrhunderts eine Abkürzung durch die Wüste nahmen und dabei leider zum Teil drauf gingen.

Das sollte uns natürlich nicht passieren, denn wir hatten einen vollen Tank, im Kühlschrank ausreichend Getränke und wir blieben, zumindest mit dem Wagen, immer auf der Straße. Da es hier auch ziemliche Höhenunterschiede zu überwinden gibt, stehen an vielen Stellen Wassertanks, damit man eventuell sein Kühlwasser auffüllen kann. Trinken sollte man das Wasser aber nicht. An starken Steigungen muss man sogar die Klimaanlage ausschalten, damit die Motoren nicht zu stark belastet werden.

Unser erster Stopp war am Zabriskie Point, von wo aus man einen schönen Ausblick auf die verschiedenfarbigen, zerfurchten Berge und den westlichen Teil des Valleys hat. Weiter ging es zum Salt Creek, einem Salzsee. Um dorthin zu kommen, mussten wir ein wenig durchs trockene Gestrüpp hüpfen und hofften, dass da keine Schlangen drin schliefen. Es war unglaublich heiß hier und wir hatten schon wieder Durst. Trotzdem probierte Gunnar vom Salz.

Lange hielten wir uns aber nicht auf, es war einfach zu warm. Noch wärmer war es bei den Sand Dunes, dem Teil des Valleys, der den Namen „Wüste“ wirklich verdient. Auch hier wanderten wir ein wenig durch den Sand, waren aber froh, wieder im klimatisierten Wagen zu sitzen.

Es gibt im Death Valley sicherlich noch weitere Dinge zu entdecken, für uns war das aber nicht so interessant und deshalb fuhren wir auch weiter. Wir waren froh, vorher getankt zu haben, denn die wenigen Tankstellen wurden immer teurer, je weiter wir rein kamen: 3,06$/Gallone war das Teuerste, was wir gesehen haben.

Nachdem wir das Death Valley hinter uns gelassen hatten, kamen wir in Lone Pine an. Als wir planten, hier zu campen, war dies nur als unbedeutender Zwischenstopp gedacht, bevor wir zum Yosemite N.P. weiterfahren. Aber uns erwartete hier ein wirklich schöner Campingplatz am Fuße der Sierra Nevada. Der Platz war komplett ausgestattet, wir wurden sehr freundlich empfangen und sogar am nächsten Morgen zu Muffins und Kaffee eingeladen – sehr nett. Alles war sehr rustikal eingerichtet und auf dem Platz gab es eine Menge Tiere zu bekucken. Den Nachmittag ließen wir am Pool ausklingen und abends grillten wir noch unsere letzten amerikanischen Würstchen.

Route: Die 160 West bis Pahrump, dann links in die 372 West bis zur Staatsgrenze von Kalifornien. Weiter auf der 178 West bis Shoshone und dort auf die 127 North bis Death Valley Jct. (ziemlich verlassen) und links auf die 190 West durch’s Death Valley. Weiter Richtung Lone Pine auf der 136 North. An der Einmündung zur 395 links abbiegen und eine Meile Richtung L.A. (South) zum Boulder Creek RV Resort Lone Pine (auf der linken Seite).

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