Der Stratosphere Tower

Erst einmal ausschlafen. Wir haben noch zwei Tage Las Vegas vor uns, da brauchen wir nicht schon um sieben aus den Federn springen, sondern taten es erst um halb neun.

Heute fuhren wir erstmal wieder shoppen, denn wir hatten noch eine zweite Outlet Mall entdeckt. Wir wurden auch schnell fündig und so sprangen für Gunnar neue Nikes und ein Hilfiger Pulli und für mich T-Shirt, Hose, Socken und Sketchers heraus. Dann ging es zum Stratosphere Casino, wo der gleichnamige Tower steht. Was wir dort oben wollten, ist klar: die schöne Aussicht genießen und natürlich im High Roller und im Big Shot den ultimativen Thrill erleben. Starker Wind machte uns aber einen Strich durch die Rechnung, die Fahrgeschäfte waren geschlossen.

Da der Tower aber in einer Gegend von Las Vegas steht, wo die Casinos sind, die ich damals schon mit meinem Vater besucht hatte, nutzten wir die Gelegenheit eines Spaziergangs natürlich. Ich war etwas überrascht, denn die Casinos waren fast noch alle da und natürlich auch dort, wo sie früher waren, nur bin ich der Meinung, dass sie bzw. dieser Teil von Las Vegas damals das eigentliche Zentrum der Stadt bildeten. Damals wirkten sie auch viel größer und schöner und jetzt waren sie eher langweilig und lagen am Ende des Strips. Wir gingen nur ins Circus Circus, das mit einer Jahrmarkthalle den Laden ein wenig aufpeppen will, aber hier war nicht viel los. Deshalb verließen wir das Casino auch recht schnell wieder und fuhren mit dem Wagen zum Parkplatz am Mandalay Bay und nahmen uns jetzt die rechte Seite des Strips vor.

Zuerst waren wir in der M&M- und dann in der Coca-Cola World, zwei großen Merchandise-Läden, die über mehrere Etagen alles Mögliche an Nippes der beide Marken anbieten.

Ein Highlight ist das Venetian, eine verkleinerte Nachbildung der italienischen Lagunenstadt. Außen wartet ein kleiner Canale Grande mit ein paar Gondeln und die Rialto Brücke führt direkt ins Casino (auf Laufbändern). Innen ist es ähnlich edel wie im Bellagio. Man flaniert durch die nachgebildeten Gassen Venedigs unter einem künstlichen Himmel. Kleine, feine Boutiquen laden zum shoppen ein und fürs leibliche Wohl ist hier natürlich auch gesorgt. Auch hier fahren Gondeln in einem Kanal. Was beeindruckt, denn wir befinden uns in der ersten Etage, unter uns ist das Casino! Aus der Ferne hören wir klassische Musik und als sie immer näher kommt, stehen wir plötzlich auf dem Markusplatz. Hier hat die elektronische Steuerung gerade auf Abenddämmerung geschaltet und die Musik war von einer kleinen Gruppe in venezianischen Kostümen live gesungen. Wir hätten noch länger hier bleiben können, denn obwohl das Casino so riesig ist, strahlt es dennoch eine sehr gemütliche Atmosphäre aus. Aber wir mussten weiter, es gab ja noch viel mehr zu sehen. Als wir wieder draußen waren, bot sich uns ein unwirkliches Bild. Der echte Himmel zeigte sich genauso wie eben noch innen und sah aus wie gemalt, auch das Licht war ähnlich. Lediglich die anderen Casinos um uns herum machten klar, dass wir jetzt wieder auf der Straße waren.

Weiter hoch wollten wir nicht gehen, also gingen wir auf die andere Straßenseite zum Caesars Palace. Auch ein sehr schönes und großes Casino, vor allem, weil im Spielbereich das übliche Geklimper der Spielautomaten ausgeschaltet war und stattdessen überall einheitlich leise Musik spielte. Hier schauten wir uns eine computeranimierte Live-Show an. Auf dem Rückweg kamen wir noch mal am Bellagio vorbei. Leider gab es heute wegen des Sturms keine Fontänen. Schade.

Mittlerweile meldete sich unser Magen zu Wort und verlangte nach Futter. Wir wussten, dass es im MGM Grand ein Rainforest Café gab und da wollten wir hin, konnten wir uns doch in London schon von der netten Atmosphäre in diesen Restaurants überzeugen. Das Londoner Café war zwar etwas schöner, aber unsere Burger waren lecker und machten uns pappsatt. Für heute war dann auch Schluss, denn morgen früh soll es zum Hooverdamm gehen.

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