Whistler Sliding Centre

Für heute Morgen hatten wir uns das erste Mal im Wohnmobil einen Wecker gestellt.

Nicht das wir ihn gebraucht hätten, denn wir waren eh schon vor 7:00 Uhr wach, aber sicher ist sicher, denn um 9:30 hatten wir einen Termin auf der olympischen Bobbahn im Whistler Sliding Centre.

Sommerbobfahren in Whistler

Wir hatten gestern die erste Fahrt auf der immer noch schnellsten Bobbahn der Welt gebucht. Natürlich ist sie im Sommer nicht vereist, sondern man fährt auf speziellen, 50.000 Canadische Dollar teuren Spezial-Bobs die auf Rädern fahren, etwas breiter als ein normaler Bob und an den Seiten auch etwas höher sind, um die ungeübten Mitfahrer zu schützen.
Man wies uns extra darauf hin, das diese Spezialanfertigungen in Deutschland gebaut wurde.

Viel zu früh kamen wir im Sliding Centre an und konnten uns so in aller Ruhe dort umschauen. Kurz nach neun kam dann auch unsere Fahrer, der im Bob Steuermann und Bremser übernimmt und wies uns ein.

Im Winter werden hier auch Fahrten mit Besuchern gemacht, und dann fährt man auf Kuven und auch etwas schneller, im Sommer können maximal 90 Km/h erreicht werden. Die Profisportler fahren in die letzte Kurve auf Eis mit über 150 Km/h ein. Die dann herrschenden G-Kräfte sind mit denen in Kampfjets zu vergleichen.

Der Grund für die Geschwindigkeit, die bisher auf keiner Strecke auf der Welt erreicht werden konnte ist der, dass die Bobbahn in Whistler ein stetiges Gefälle von durchschnittlich 11,6% aufweist und gleich am Start mit einem Extremgefälle von 20% beginnt. Auf diesem Grund starten die Besucher auch erst nach Kurve 6.

Nach der Einweisung würden wir drei von einer Kollegin nach oben gefahren. Wir hatten Glück, dass wir Beide in unserem Schlitten mit dem Fahrer allein fahren konnten, normalerweise passen dort vier Gäste rein.

Die Fahrt war zwar nur kurz, dafür aber sehr rasant und wie Vieles, was wir bisher auf unserer Reise gemacht haben ein einmaliges Erlebnis, das sich auf jeden Fall lohnt. Von unserer Fahrt wurde auch ein Film gemacht, den wir in einigen Tagen bekommen werden und den wir dann natürlich hier einstellen.

Das Whistler Sliding Centre und Rolling Thunder wie sich die Fahrt in der Bobbahn nennt wird übrigens von einer gemeinnützigen Organisation betrieben, die die Jugend unterstützt, die diesen sehr teuren Sport betreiben will. Noch ein Grund mehr sich einer Fahrt zu gönnen.

Kurz vor der Fahrt im Rolling Thunder
Kurz vor der Fahrt im Rolling Thunder

Nach der Fahrt ging es wieder mal zu Tim Hortens einen Kaffee trinken und alle Uploads der letzten beiden Tage bewältigen. Der Kaffee ist eigentlich gar nicht so toll, aber dafür ist das kostenlose WLAN gut.

Nach der Arbeit fuhren wir zu unserem vorletzten Etappenziel, dem Ort Sqamisch. Hier werden wir drei statt den geplanten zwei Nächten bleiben, da unser letzter Campingplatz im Porteau Cove Provincial Park leider wegen eines Feiertages am Montag hoffnungslos ausgebucht ist. Dort werden wir also erst am Dienstag aufschlagen und selber schauen warum alle von diesem Campingplatz schwärmen.

Zwischendurch hielten wir noch einige Male an ein paar schönen Aussichtspunkte, wie z.B. hier, den Brandywine Falls an.

Wald bei den Brandywine Falls
Wald bei den Brandywine Falls
Brandywine Falls
Brandywine Falls
Daisy Lake
Daisy Lake

Die erste Nacht in Squamish verbringen wir auf dem Kinsman Campground ohne Service, obwohl wir schon zwei Tage lang ohne Strom- und Wasserversorgung gecampt haben. Da unser Frischwasser also langsam knapp wird ist ein wenig sparen angesagt (aber wir können noch täglich im Wagen duschen und stinken noch nicht). Den Platz haben wir im Brennen Park Recreation Center, gleich nebenan gebucht und dazu zwei Freikarten für das Hallenbad bekommen, welche wir morgen nutzen werden.

Ein Kommentar bei “Sommerbobfahren im Whistler Sliding Centre und Wasser sparen”

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