Prag-Impressionen

Prag stand schon immer bei uns als Reiseziel ganz weit oben auf der Wunschliste. Leider hatte es bisher immer nicht geklappt aber in diesem Jahr sollte es endlich so weit sein, da wir keine großen Touren, sondern nur Ausflüge und kurze Städtetouren geplant haben. Wenn wir schon mal in Prag sind, dachten wir uns, können wir auch gleich noch 300 Km weiterfahren und uns Wien anschauen.

Schon im letzten Jahr hatte ich für beide Städte je zwei Übernachtungen mit Frühstück gebucht. Für die Anreise haben wir uns für den eigenen PKW entschieden, und da wir zu der Zeit gerade einen Leihwagen hatten, sparten wir uns damit auch noch die ganzen Kilometer bei unseren Privatwagen.

Schon 2004 wollten wir der Goldenen Stadt einen Besuch abstatten, aber leider gab es damals eine Bauverzögerung, so dass das damalige Hotel zu unserem Reisetermin nicht fertig wurde und wir die Reise kurzfristig stornieren mussten.

Diesmal sollte es aber klappen, denn unser Hotel, das Falkensteiner Maria Prag, war schon in Betrieb. Letzten Sonntag um 8:30 Uhr in der Früh machten wir uns auf den Weg. Rund 600 Km lagen vor uns, aber die Autobahn war nicht sehr voll, auch waren nur sehr wenige LKW auf der Straße und so kamen wir sogar durch die reichlich vorhandenen Baustellen relativ gut durch. Den längsten Stau hatten wir ganz am Anfang vor der Langenfelder Brücke und dem Elbtunnel in Hamburg.

Nach ziemlich genau sechs Stunden kamen wir an unserem Hotel an. Gunnar parkte den Leihwagen erstmal in einer Seitenstraße und ich klärte derweil im Hotel ab, wie wir in die Tiefgarage kommen. Wir mussten einmal um den Block fahren und da wartete auch schon ein Mitarbeiter des Empfangs auf uns, der uns das Tor zum Innenhof des Hotels öffnete, in dem sich der Aufzug in die Tiefgarage befand. Wir holten unser Gepäck aus dem Wagen und der Meriva verschwand in den Untergrund.

Das Hotel war sehr nett und ebenso empfing man uns. Auf unserem Zimmer angekommen, verschnauften wir erst mal kurz und machten uns dann auf den Weg in die Stadt. Das Hotel lag sehr Zentral zwischen Hauptbahnhof und Wenzelsplatz und so waren wir gleich mitten im Geschehen. Uns war nach Kaffee und Kuchen. Prag ist wie auch Wien für seine schönen alten Kaffeehäuser bekannt und ein solches suchten wir jetzt. In unserem Reiseführer hatte ich zwei gefunden, in der Realität fanden wir das erste schon mal nicht. Wir schauten uns also ein wenig die Stadt an und machten eine Tour durch die Josefstadt und wieder zurück in die Altstadt, wo wir das zweite Café suchten, es auch fanden, aber leider gab es das Café im Grand Hotel Europa zur Zeit nicht, denn das alte Haus wird gerade renoviert. Wir beschlossen jetzt nicht weiter zu suchen und gingen zu Starbucks. Unserer Reiseführer war von 2004, als wir unsere erste Reise nach Prag planten. Wir ahnten, das sich seither so einiges in der Stadt getan hat. Wir wollten es am nächsten Tag aber noch mal mit den Kaffeehäusern versuchen, dann aber ohne Reiseführer, dafür aber mit Google. Kaputt von der Fahrt und den Fußmarsch gingen wir zurück ins Hotel, ruhten uns ein Stündchen aus, um dann in einem benachbarten Restaurant zu Abend zu essen.

Am Zweiten Tag schauten wir uns die Altstadt noch etwas genauer an und wechselten dann über die most Léglí (Brücke) auf die andere Seite der Moldau ins Viertel Malá strana (Kleinseite) um auf den Burgberg mit der Prager Burg zu gelangen. Die größte Burganlage der Welt ist natürlich ein Besuchermagnet wie eigentlich der komplette historische Teil Prags. Viele der Gebäude sind auch von Innen zu besichtigen und beherbergen zum Teil auch Ausstellungen, wir begnügten uns aber mit einem Rundgang und schauten uns um 12:00 Uhr die große Wachablösung am Prunktor der Prager Burg an. Über die berühmte Karlsbrücke ging es zurück in die Altstadt, um nun eines der im Internet gefundenen Kaffeehäuser, einen Besuch abzustatten. Wir entschieden uns für das Kavárna Obecní dům (Café im Gemeindehaus) was wesentlich prunkvoller ist als der Name klingt. Es befindet sich in einem Prachtbau am Platz der Republik. Der Pulverturm ist gleich nebenan.

So gestärkt liefen wir zurück zum Altstädter Ring, einem wunderschönen Platz inmitten der Altstadt, der umrahmt ist von prächtigen Bürgerhäusern und Adelspalais, alles perfekt renoviert. Am Rande des Platzes steht das Altstädter Rathaus von dessen Turm aus man einen tollen Blick auf den Platz, die Stadt und auch den Burgberg hat.

In den frühen Abendstunden gingen wir noch mal über die Karlsbrücke und genossen den Blick auf die Stadt in einem ganz besonders schönem Licht.

Fazit

Prag ist eine wunderschöne Stadt und auf jeden Fall eine Reise wert. Es gibt sehr viel zu entdecken und zu erkunden. Alles kann gut zu Fuß erreicht werden. Prag ist aber auch voll, denn den Prunk wollen natürlich viele Touristen sehen. Davon sollte man sich aber nicht stören lassen, auch nicht davon, das dort wo die Touristen sind, sich ein Souvenir-Laden neben den anderen reiht. Preislich hat sich Prag an das westliche Niveau angeglichen.

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