Auf dem Weg zu den Florida Keys

Heute starteten wir zur vorletzten Etappe auf unserem Roadtrip. Es geht auf die Florida Keys, der Inselgruppe am südlichen Zipfel der USA, deren kleine und große Inseln alle durch Brücken und dem Overseas Highway miteinander verbunden sind. Am Ende ist die bekanntest der Keys, Key West.

Der Weg dorthin führte uns am Everglades Nationalpark vorbei, bzw. am ersten Teil der Strecke Richtung Osten nahezu mitten durch. Hier werden viele der bekannten Airboat-Fahrten angeboten (die Boote mit dem riesigen Propeller hinten dran). Die Landschaft zeigte sich hier wie man sich die Everglades vorstellt: Feuchtes Grasland, dazwischen Mangroven und glatte Wasserflächen.

Später ging die Strecke rechts ab Richtung Süden, die Everglades auf der rechten Seite. Dieser Streckenabschnitt ist Landschaftlich nicht wirklich schön. Auch hier konnte man Airboat-Fahrten unternehmen. Zuerst wollten wir auch so eine Tour mitmachen, als wir aber an einer Station anhielten, um uns zu erkundigen, merkten wir schnell, wie unangenehm touristisch das Ganze hier war. Die Boote waren riesig, um möglichst viele Touristen in kurzer Zeit durchzuschleusen. Wir zweifelten daran, ob man da noch ein richtiges Naturerlebnis mitbekommt und fuhren unverrichteter Dinge von dannen.

 

Auf der Suche nach freilebenden Alligatoren

Etwas enttäuscht von den Everglades nun fast nichts mitbekommen zu haben, fuhren wir weiter und entdeckten in der kleinen Stadt Florida City, gleich hinter Homestead eine Einfahrt in den Nationalpark, der uns quer durch verschiedene Vegetationen bis zum Ort Flamingo ans Meer führte. Zwischendurch kann man einige Trails durchwandern oder Boardwalks machen und die Pflanzen und Tierwelt beobachten. Viele Wasserflächen waren aber wegen des trockenen Sommers ausgedörrt und wir gaben die Hoffnung fast auf, noch Alligatoren zu sehen. Auf der Rückfahrt besuchten wir aber noch einen der Trails direkt am Parkeingang. Hier gab es noch reichlich Wasser und wir konnten dort auch tatsächlich frei lebende Krokodile aus nächster Nähe sehen, wie sie im Schatten dösten oder gemächlich durchs Wasser glitten. Gut, dass wir diesen Abstecher noch gemacht haben und die Krokodile nicht in eine der vielen „Gator Farms“ besichtigt haben, wo sie in Gefangenschaft leben.

Langsam war es Zeit zu unserem Hotel zu fahren. Es lag ungefähr in der Mitte der Keys, kurz vor der Insel Marathon auf dem Duck Key. Als wir ankamen bemerkten wir, dass es sich um ein doch recht feines Resort handelte, das sich fast über die gesamte Insel erstreckte und auch eine eigene Marina hatte. Fast schon zu viel des Guten für uns.

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