Surfers Paradise vom Lamington NP aus gesehen

Wie schon erwähnt hatten wir in unsere Route zwei Puffertage eingebaut, falls wir unsere gesteckten Ziele mal nicht erreichen. Da das bisher aber nie der Fall war, müssen wir die letzten Tage strecken. Das wollten wir eigentlich mit einem Stopp in Surfers Paradise oder Byron Bay machen. Eigentlich…

Surfers Paradise liegt an der Gold Coast und ist, wenn man aus Binna Burra den Lamington NP verlässt schon von Weitem zu erkennen. Viele Wolkenkratzer bilden die Skyline die aus dem Regenwald heraus etwas befremdlich wirkt. Aus unserem Reiseführer hatten wir schon erfahren, dass die Gold Coast bei den Australiern als Urlaubsziel sehr beliebt ist, aber fasst nur aus Bettenburgen besteht.

Wir fuhren über Surfers Point, wo die Gebäude noch etwas flacher sind, nach Surfers Paradise und fühlten uns nicht so sehr, wie oft beschrieben nach Miami versetzt, sondern eher nach El Arenal, nur alles etwas größer. Kein Ort wo wir gerne bleiben wollten, auch nicht am Strand. Auch das große Shoppingcenter Pacific Fair, etwas weiter südlich in Broadbeach, half nicht die Laune zu verbessern. Also fuhren wir weiter nach Byron Bay um dort den Leuchtturm zu umrunden und zu schauen, ob wir dort übernachten sollten.

Die Zeiten das Australien als Land der Aussteiger und Hippies galt sind wohl vorbei, aber in Byron Bay wird diese Tradition noch hochgehalten. Zumindest ein bisschen. Hier trifft man noch ältere Hippies bei denen die Zeit stehen geblieben scheint. Auch bei einigen Jüngeren sieht man noch Dreadlogs und einen Hauch vom Hippietum der späten 1960er. In ein paar der Läden des kleinen Ortes werden noch Klamotten angeboten, die sicherlich auch Janis Joplin und Jimi Hendrix gut gefallen hätten. Das überwiegende Angebot besteht allerdings aus Surf Shops, Cafés und Restaurants der heutigen Zeit, denn Byron Bay ist zu einem beliebten Badeort und Surfspot geworden. Das bekamen wir zu spüren, als wir in den Ort hinein fuhren: Stau. Wir parkten in der Hauptstraße und gingen die wenigen hundert Meter zum Stadtkern zu Fuß.

An den bekannten Leuchtturm von Byron Bay kann man zwar mit dem Auto heranfahren, aber die Parkplätze sind begrenzt und kostenpflichtig. Es gibt aber einen Rundweg, der am Turm vorbeiführt. Also machten wir uns an den Weg. Einen Teil des Weges kann man am Strand gehen, was wir auch taten, hinter uns sahen wir aber dunkle Regenwolken aufziehen und so verzichteten wir zum Schutze unserer Fotoausrüstung darauf, ganz zum Turm zu gehen, der übrigens Australiens östlichsten Punkt markiert. Wir konnten ihn aber schon sehen.

In Byron Bay wollten wir auch nicht bleiben und so entschieden wir uns, auf unserer geplanten Route weiterzufahren und etwas vor dem Ziel einen Campingplatz aufzusuchen. Das taten wir dann in Emerald Beach auf einem Big4, direkt am Meer. Auf dem Weg dorthin Namen wir wieder Brandgeruch war und auch die Sicht wurde zunehmend diesiger. Hier musste es ganz in der nähe brennen. In einem kleinen Ort der fasst vom Qualm verschluckt wurde machten wir einen kurzen Stopp, weil wir das Szenario filmen wollten. Schwülwarme Luft und beißender Brandgeruch ist schon eine merkwürdige Mischung. Schnell fuhren wir weiter und etwas außerhalb der Stadt wurde die Luft wieder besser. Das Feuer konnten wir nicht ausmachen, aber die dicken Wolken waren weithin sichtbar.

Unser Campingplatz
Emerald Beach: Big4 Emerald Beach Holiday Park, 49,50 AU$, powered

2 Kommentare bei “Australien Roadtrip – Surfers Paradise, Byron Bay und Buschfeuer”

  1. Tolle Eindrücke! Die beiden ersten Fotos sind wirklich verblüffend; hätte nie gedacht, dass die Skyline von Surfers Paradise von dort aus zu sehen ist!

    Schade, dass ihr in Byron Bay wieder ein wenig Pech mit dem Wetter hattet; vielleicht wärt ihr sonst doch noch dort an dem schönen Campingplatz, der direkt am Strand liegt, geblieben und hättet die Wanderung zum Turm zuende gemacht…

    1. Letztendlich hat es dann doch nicht mehr geregnet, aber sicher ist sicher. Wir hatten ja schon vorher einen viel schöneren Leuchtturm gesehen.

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