Melbourne Impressionen

Unser zweiter Tag in Melbourne. Um 11:00 Uhr stand ein Besuch bei einem von Gunnars australischen Kollegen auf unserem Programm.

Diesen Termin hatte er bereits aus Deutschland organisiert und weil es für unsereins nicht unbedingt selbstverständlich ist, dass sich jemand dafür extra Zeit nimmt, haben wir seinem Kollegen ein paar Kleinigkeiten aus Hamburg mitgebracht, die ihn an unseren Besuch erinnern werden. Schon am Empfang holte er uns ab. Das Treffen war sehr nett und unkompliziert. Wir unterhielten uns über Gunnars Job und auch über meinen, und wurden dann auch noch fast allen Melbourner Mitarbeitern vorgestellt. Am Ende gab er uns noch ein paar Tipps für unseren Abstecher nach Fraser Island, die wir dankend annahmen.

Vom Campingplatz in die Stadt fuhren wir übrigens mit dem Bus, was vor 3 Jahren noch einfacher war, denn der Holiday Park liegt sehr verkehrsgünstig. Ohne umsteigen ist man mit der Linie 220 nach ca. 30-40 Minuten mitten in Melbourne. Das ist zwar jetzt auch noch so, aber die Stadtväter oder wer auch immer haben sich ein neues Bezahlsystem für die öffentlichen Verkehrsmittel ausgedacht, das es besonders für Touristen kompliziert macht diese zu benutzen. Das ganze nennt sich myki und ist eine Art Prepaid Karte ohne die man die kostenpflichtigen Melbourner Verkehrsmittel nicht mehr benutzten kann. Diese (Plastik-)Karte muss man erst einmal kaufen. Das kann man in Bus und Straßenbahn zwar tun, muss sie dann aber an Bahnhöfen oder in den 7Eleven Stores mit Guthaben aufladen. Die Karte kostet 10 AU$ inkl. 4 AU$ Guthaben, was für eine einfache Fahrt in einer Zone reicht. Die myki Karte selbst schlägt also mit 6 AU$ zu Buche, was für Jemanden der wie wir nur einmal in die Stadt rein und wieder raus will ein heftiger Aufschlag ist.

Nachdem wir das myki System, insbesondere das Aufladen, verstanden hatten und ich meine Karte für die Rückfahrt wieder aufgeladen hatte (Gunnars Karte wurde beim Aussteigen nicht richtig gescannt und hatte somit noch die 4 AU$ Guthaben), schauten wir uns noch ein wenig die Stadt an. Hierfür empfiehlt sich die City Circle Tram, die kostenlos in einer Ringlinie durch die Stadt fährt. Wir kannten Melbourne ja bereits und versuchten nun Dinge zu entdecken die wir beim ersten mal nicht gesehen hatten. Eines davon war die Hosier Lane, gegenüber des Federation Square. In dieser engen Gasse und einigen abzweigenden Gassen sind die Wände über und über mit teilweise wirklich gut gemachten Graffitis bemalt. Mal ein ganz anderes Bild von Melbourne.

So ein Tag in der Großstadt kann anstrengend sein, deshalb machten wir uns auch am späten Nachmittag erschöpft auf den Weg zu unserem kleinen Zuhause auf Zeit.

Unser Campingplatz
Melbourne: Ashley Gardens BIG4 Holiday Village, 52 AU$, powered

8 Komentare zu “Australien Roadtrip – Stadtrundgang und Kollegenbesuch in Melbourne”

  1. Obwohl Sydney meine unangefochtene Nr. 1 ist, so ist Melbourne doch auch sehr sehenswert und immer wieder einen Besuch wert, finde ich. Die Graffitis gab’s damals (2007) auch schon, allerdings habe ich bei deinen Bildern das Gefühl, dass es deutlich mehr geworden sind. Das Foto über dem Text dieses Beitrags gefällt mir am besten!

    Was mir bisher bei allen deinen Australienfotos aufgefallen ist, ist, dass einige meiner Ansicht nach ein Tickchen zu hell sind; dafür gibt’s einige Beispiele. Hast du eine Erklärung dafür? Vielleicht irgendeine Grundeinstellung in der Kamera? Oder liegt’s an der Bearbeitung? Vielleicht siehst du es ja auch ganz anders…

    1. Mag vielleicht an der Sonne gelegen haben, war ja echt hell da 😉

      Also ich habe das Empfinden nicht
      Ich habe auch nie irgendwelche besonderen Einstellungen gemacht. Allerdings habe ich die Angewohntheit immer auf “C” zu knipsen.

      1. Auf “C”? Diesen Modus benutzt man doch gerade dann, wenn man vorher besondere Einstellungen gemacht und sie dann als “Custom Mode” abgelegt hat, um immer schnell darauf zugreifen zu können… Ist dort vielleicht eine Überbelichtung von einer drittel oder halben Stufe eingestellt? An den EXIF-Daten von besonders hellen Fotos müsste man es eigentlich sehen können, bei dieser Serie z.B. das Foto Nr 4 oder Nr. 9. Oder ist ein fester ISO-Wert vorgegeben?

        1. Jepp, aber dazu muss man vorher die Einstellungen gespeichert haben, um sie dann mit dem Aufnahmemodi C wieder abzurufen. Das habe ich aber nicht getan.

          Ein Blick in die Exif-Daten der von dir genannten und einiger anderer Bilder zeigte, das die Einstellungen immer unterschiedlich waren. Eine gewollte Überbelichtung war bei keinem der Bilder zu finden.

          Wie gesagt ,ich finde sie auch nicht zu hell.

          1. Wär’ vielleicht ‘mal interessant zu hören, wie andere das empfinden, aber irgendwie scheint hier ja leider, was Kommentare zu den Fotos anbelangt, “tote Hose” zu sein… 😉

  2. Also zu den Bildern: mir gefallen sie auch und ich erkenne nicht zwingend eine Überbelichtung, wenn überhaupt ist das nur minimal.

    Und tote Hose: ich geniesse halt, schaue mir alle an und das gerne. Natürlich könnten es mehr Bilder sein, und gerne auch mal mehr (leicht bekleidete) Einheimische 😉

    Vielen Dank dass wir an der Reise teilhaben dürfen.

  3. Lach…

    ja ich glaube die meisten kommen hier aus dem Staunen einfach gar nicht mehr raus und man kann die Reise einfach total hautnah miterleben.

    Die Bilder sind wie immer super. Mir ist da auch nichts zu hell oder so… ich genieße einfach die Landschaft, die Nahaufnahmen, die Häuser und die wie immer phantastischen Berichte…

    Was will man mehr.

    Weiter geht’s.

    GLG
    Bernie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.