Sydney bei Nacht

Bei der Kaffee-Bestellung beim Frühstück habe ich heute einen kleinen Fehler gemacht, dann das was in Australien (fast) genauso heißt wie in Deutschland, muss auch nicht gleich mit dem deutschen Pendant identisch sein.

So ist ein Macchiato in Australen kein Latte Macchiato, sondern ein Espresso mit Milch. Ich hätte besser einen Latte bestellen sollen. Gefrühstückt haben wir in einem Café des belgischen Schokoladen-Herstellers Guylion und das fiel nicht nur wegen des Macchiatos etwas kleiner aus, sondern auch wegen des Gebäcks. Auf dem Foto waren zwei Teilchen abgebildet, es war dann aber doch nur eines, mit Schokodipp immerhin und dem besagten Mini-Kaffee.

Mit etwas zu wenig im Magen, machten wir uns heute als erstes mit der Fähre auf den Weg zur größten Insel im Hafen von Sydney, nach Cockatoo Island. Früher beherbergte die Insel eine Sträflingskolonie, ein Gefängnis, eine Besserungsanstalt, eine Handwerks- und Religionsschule für Mädchen und die zwei größten Schiffswerften Australiens. In den beiden Weltkriegen dienten sie als Reparaturwerft der Kriegsmarine und waren im Zweiten Weltkrieg für das Militär sogar die wichtigste Reparaturwerkstatt für Kriegsschiffe im südlichen Pazifik.

Heute ist die kleine Insel, die in rund 20 Fährminuten von Cirqular Quay aus zu erreichen ist, ein Freilichtmuseum in dem man die alten Anlagen besichtigen kann, ein beliebter Campingplatz (nur Zelte) und ein Veranstaltungsort. Nach diesem kurzen Abstecher in die Geschichte, fuhren wir zurück zum Cirqular Quay und dann mit der Bahn nach Chinatown, um dort Paddys Markets aufzusuchen (Central Station und dann ein paar Schritte zu Fuß). In dieser Markthalle in der zwar auch Gemüse und andere Lebensmittel verkauft werden, finden man aber auch alles mögliche aus Fernost, zwar zu sehr günstigen Preisen, aber auch oft von zweifelhafter Qualität. Wer also noch ein billiges Andenken sucht, wird hier sicherlich fündig. Alle andere sollten es wie wir halten: gucken und staunen.

Nach Paddys Market ging es wieder zurück in die City und zwar ganz hoch hinaus auf den Sydney Tower. Die Aussichtsplattform liegt in 251 Metern Höhe und man bekommt einen sehr guten Überblick über Sydney und den Port Jackson, dem Hafen von Sydney. Normalerweise kostet die Fahrt hinauf für Erwachsene je 26 AU$ am Eingang bekamen wir aber von einen Herrn zwei 10 Dollar Gutscheine in die Hand gedrückt, womit wir nur noch je 16 Dollar zahlen mussten. Vor der Fahrt nach oben kann man sich noch einen 4D Film anschauen, bei dem einem u.a. Wind und Spritzwasser ein noch realeres Erlebnis verschaffen soll. Das war ganz witzig, einen Film der nur in Regen oder Schnee spielt möchte ich so aber nicht sehen.

Zum Abschluss des Tages wollten wir noch ein paar Nachtaufnahmen von der Skyline mit Brücke und vom Luna Park machen und fuhren dazu gegen 20:00 Uhr noch mal mit der Fähre nach McMahons Point.

10 Komentare zu “Australien Roadtrip – Cockatoo Island und Sydney bei Nacht”

    1. Ja, ein Stativ ist da unumgänglich, zumal es dunkler war als es aussieht. Außerdem mit einer Belichtungszeit von etwas über einer Sekunde, da mein Objektiv nicht so lichtstark ist.

        1. Ich habe ein Manfrotto 785B, wobei meine Kamera dafür fast schon zu schwer ist, aber deine ist ja leichter. Es ist relativ leicht und klein, dabei aber noch stabil, also gut auf Reisen. Das 785B gibt es allerdings nicht mehr und wurde durch das MKC3-H01 ersetzt, das aber fast identisch mit meinem ist. Ist auch bei Amazon echt günstig angeboten.
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  1. Moin,

    also Deine Sydney-Fotos begeistern mich jedes Mal aufs Neue. Ich liebe die Luftaufnahmen, die Nachtaufnahmen sind genial und die Perspektiven großartig. Ich möchte auch unbedingt einmal nach Sydney – wenn ihr auswandern solltet, dann bitte dahin und uns dann ganz ganz oft einladen :-).

    In zwei Wochen sehen wir uns und dann können wir direkt das Funkeln in Euren Augen sehen, wenn ihr wieder live von der Reise berichtet. Ich freue mich schon total.

    Bis bald,
    Euer Bernie

  2. Tolle Fotos, insbesondere auch die Nachtaufnahmen. Schön dass alle Fragen die ich stellen wollte schon (fast) beantwortet sind, nur noch die eine: hattest du die Belichtungszeit manuell geschätzt oder half da die Kamera (was ich vermute) und wenn ja, welches Programm?

  3. Fantastische Fotos aus der schönsten Stadt der Welt… 😉 Die Nachtaufnahmen finde ich ebenfalls toll, aber die vom AMP Tower aus sind auch sehr beeindruckend!

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