Sonnenuntergang in Sydney

Es ist der 32 Tag unserer Reise und zugleich der letzte, obwohl wir natürlich noch etwas mehr als einen Tag zurück nach Deutschland brauchen.

Für viele mögen 32 Tage viel erscheinen, für uns war es gefühlt gar nicht so lange. Die Zeit ging sehr schnell vorbei, aber so ist das wenn man so gut wie jeden Tag woanders ist und man so viele neue Eindrücke sammelt.

Sydney
Sydney

Sydney begrüßt uns am Morgen der Abreise mit Dauerregen. Das war nicht schlimm, denn so fiel uns der Abschied nicht ganz so schwer. Schön aber, dass die Stadt bis heute mit dem Schietwetter gewartet hat, denn die letzten Tage waren noch wirklich klasse. Überhaupt hatten wir die letzten vier Wochen, die wir nun in Australien waren, viel Glück mit dem Wetter – mit heute gab es nur zwei Regentage. Auch von den Buschbränden bekamen wir nie direkt etwas mit, obwohl sie uns teilweise dicht auf den Fersen waren. Die Feuer blieben immer in ausreichend Abstand zu uns. In den letzten Tagen gab es auch noch Überschwemmungen in Queensland, aber auch davon bekamen wir nur etwas aus dem Fernsehen mit.

An der Great Ocean Road
An der Great Ocean Road

Vor dem Abflug frühstückten wir noch im „Pancakes On The Rocks“ in der Metcalfe Bond Arcade. Danach ging es mit dem Shuttle zum Flughafen, wo wir uns erstmal für unsere Einkäufe die Mehrwertsteuer erstatten ließen und uns später mit Jana, Oliver und dem kleinen Josh trafen, die den gleichen Flug wie wir gebucht hatten. Nachdem wir gemeinsam in der Quantas-Lounge eine Kleinigkeit gegessen hatten, ging es im A380 Richtung Heimat. Bis London lagen nun 24 Stunden Flug (inkl. 1,5 Std. Zwischenstop in Singapore) vor uns. Da der Flug ab Singapore auch über Afghanistan verläuft, stehen für den Weiterflug ab dort nur ganz bestimmte Slots zur Verfügung. Wird ein Slot verpasst, muss der Start wie in unserem Fall um ca. 30 Minuten verschoben werden.

Wir waren sehr froh, wenigstens den Rückflug mit Qantas gebucht zu haben, denn im A380 ist einfach viel mehr Platz als in der 747 und er ist angenehm leise. Bis Singapur war die Maschine relativ voll, danach hatten wir unsere 3er Reihe für uns alleine, dafür hatte die freundliche Dame am CheckIn von Qantas in Sydney gesorgt.

Am Murray River
Am Murray River

Unsere Reiseagentur hatte für uns den Anschlussflug in London sehr knapp kalkuliert. Wir hatten nur ca. eine Stunde Zeit den A380 zu verlassen, das Terminal zu wechseln (was in Heathrow schon mal gut 30 Minuten dauert), durch den Zoll zu kommen und den Flieger nach Hamburg zu erreichen. Da darf natürlich nichts schief gehen. Aber nachdem unser Vogel an seiner Parkpostion herangerollt war, schafften es die Mitarbeiter vom Bodenpersonal nicht, die Rüssel der Gangway an den Türen anzudocken. Nur der Kollege der die erste Klasse bediente, war wohl dazu fähig und so mussten nach einer ewig langen Wartezeit alle Passagiere durch diesen einen Ausgang raus. Das kostete sehr viel Zeit und wir hatten unseren Anschlussflug schon abgeschrieben. Mit Olivers Hilfe kamen wir relativ schnell und ohne Passkontrolle weiter, aber bereits dort sagte man uns, dass wir den Flieger nicht mehr bekommen werden und so stellte uns die Dame, die uns an der Passkontrolle vorbei ließ, gleich die Bordkarten für den nächsten freien Flug nach Hamburg aus. Dieser ging in ca. zwei Stunden. Das fanden wir aber nicht wirklich schlimm, denn so ging es erstmal wieder in der Lounge. Gunnar und Oliver duschten dort, während Jana und ich uns schon über das reichhaltige Frühstücksbüffet her machten. Das half etwas gegen die Müdigkeit. Als Gunnar und Oliver aus der Nasszelle zurück waren, machten Jana und ich uns etwas frisch. Danach gab es ein zweites Frühstück, denn das dritte im Flieger würde sicher nur sehr spärlich ausfallen.

Irgendwo im Hinterland
Irgendwo im Hinterland

Nachdem wir dann noch etwas zollfrei shoppen waren, war es auch Zeit den Flieger gen Heimat zu besteigen. Gitta die uns in Hamburg abholen wollte hatte ich bereits per Whats App über unsere Verspätung benachrichtigt, wie wir aber nachher erfahren haben, hat sie die Nachricht leider zu spät erhalten und musste deshalb zwei mal zum Flughafen fahren.

Das ist nun das Ende unseres doch recht ausführlich gewordenen Reiseberichts, von unserem zweiten Besuch in Australien. Ich hoffe damit einige unserer Leser von diesem wunderschönen Land begeistern zu können, und damit vielleicht auch den Anstoß zu geben, selber mal Australien zu besuchen. Die lange Anreise ist zwar mühsam, ist es aber auf jeden Fall wert. Wer nicht wie wir vier Wochen Zeit hat, sollte sich aber auf jeden Fall drei nehmen, denn das Land ist sehr groß und es gibt unglaublich viel zu entdecken. Und wen das Australienfieber einmal gepackt hat, den lässt es auch nicht so schnell wieder los.

Wir würden uns freuen wenn ihr unseren Reisebericht weiterempfehlt und wenn ihr selbst mal Australien besuchen wollt oder besucht habt (und vielleicht auch darüber geschrieben habt), hinterlasst hier gerne einen Kommentar. Gerne verlinken wir hier auch euren Reisebericht. Schreibt uns einfach.

Bye bye Australia
Bye bye Australia

3 Komentare zu “Australien Roadtrip – Abreisetag”

  1. Ein sehr ausführlicher und unterhaltsamer Reisebericht, den ich sehr gern gelesen habe! Alle Fotos geben einen schönen Überblick über die Vielfältigkeit Australiens. Auch von mir ein Dankeschön für diesen tollen Beitrag, Holger!

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