Im Girraween National Park

Besser kann es einem Australien-Urlauber doch gar nicht gehen: Im Nationalpark campen und während man gemütlich vor seinem Wohnmobil sitz und einen Obstsalat verspeist, grasen und hüpfen jede Menge Kängurus um einen herum.

Aber mal von Anfang an:

Wir fuhren heute von Narrabri über Bingara (durch den Mount Kaputar NP) nach Tenterfield. Zwar wollten wir es vermeiden Schotterpisten zu fahren, aber ein circa 8 KM langes Stück zwischen Bingara und Inverell war einfach mal nicht asphaltiert und so polterten wir über diese ziemlich holprige und staubige Straße. Tenterfield ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in den Girraween NP, den Bald Rock NP und den Boonoo Boonoo NP. Bald Rock und Boonoo Boonoo liegen in NSW und waren deshalb als Vorsichtsmaßnahme wegen der Feuer für Besucher noch bis Montag gesperrt. Der Girraween NP aber liegt bereits in Queensland und war geöffnet. Glück für uns, den sonst hätten wir die Anfangs beschriebene Situation mit den Kängurus gar nicht erlebt.

Zuvor machten wir noch einen kurzen Stopp in einer typisch australischen Kleinstadt, um ein paar Fotos zu schießen, damit alle, die dieses Land noch nicht bereist haben, sich davon ein Bild machen können.

Gleich nach unserer Ankunft auf dem Campingplatz machten wir eine gut zweistündigen Wanderung durch den Park, der sich durch seine Granitformationen und sein Tierreichtum auszeichnet. Im Sommer bekommt man von den Tieren allerdings nicht all zuviel mit, wahrscheinlich ist es ihnen zu warm. Nur ein paar Echsen begleiteten unseren (anstrengenden) Weg auf die höchste Erhebung „The Pyramid“.
Der anfänglich noch als Weg erkennbare Pfad, wurde immer schmaler und endete auf einem Granitfelsen auf dem nur noch vereinzelt aufgemalte weiße Striche zeigten, wo man langgehen sollte. Das letzte, extrem steile Stück bin ich dann nicht mehr mitgegangen, hatte aber trotzdem einen großartigen Blick auf den Park. Gunnar packte aber der Ehrgeiz und er kletterte über die Felsen bis zum Gipfel.

Ich suchte mir derweil ein schattiges Plätzchen, was auf einem Granitblock gar nicht so einfach ist und wartete auf ihn. Als er nach einiger Zeit wieder zurückkam war er zwar erschöpft, strahlte aber über beide Ohren. Es war wohl ein tolles Erlebnis. Wir gingen zurück, an ein paar natürlichen Pools vorbei und trafen auf dem Weg zum Campingplatz mehrere Kängurus die friedlich grasten. Wir holten unsere Stühle aus dem Wagen und setzten uns dazu.

Der Campingplatz ist einer von zweien, die zum Park gehören. Sie sind mit 5,45 AU$ pro Tag und Person sehr günstig, bieten neben einer ganz passablen Dusche und sanitären Anlage aber keinen weiteren Komfort.

Unser Campingplatz
Girraween NP: Castle Rock Camping Area, 10,90 AU$ (5,45 AU$ pro Person), powered

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