Deutsches Eck Koblenz

Auch Deutschland ist natürlich ein tolles Reiseland und so nutzen wir die Gelegenheit, nach einem Besuch beim Musical Starlight Express in Bochum, den Mini-Urlaub noch etwas an der Mosel zu verlängern. Nun liegt Koblenz, welches wir uns als Ausgangspunkt für unsere kleine Mosel-Tour aussuchten, natürlich nicht wie Bochum im Ruhrgebiet und so hatten wir noch gute zwei Stunden Fahrt vor uns.

Wir hatten zwei Tage Zeit, was natürlich nicht genug ist, um die Moselregion auch nur annähernd komplett zu erkunden, aber man bekommt schon mal einen schönen Eindruck von der Gegend. Weil unsere Zeit also begrenzt war, hatten wir uns ein paar Highlights ausgesucht. Natürlich etwas Geschichte mit Koblenz und der Burg Eltz, etwas Spannung mit der zur Zeit zweitlängsten Hängeseilbrücke der Welt und ganz viel Natur (Calmont Klettersteig und Moselschleife Bremm).

Koblenz

Koblenz gehört mit seinen über 2000 Jahren auf dem Buckel zu den ältesten Städten Deutschlands und ist unter Anderem durch das Deutsche Eck bekannt. Hier fließen Rhein und Mosel zusammen und deshalb hatte Koblenz früher auch den lateinischen Namen Confluentes inne, was so viel heißt wie „die Zusammenfließenden“. Bis 1926 war die Schreibweise der Stadt auch noch Coblenz.

Burg Eltz

Ins Mittelalter eintauchen kann man mit einem Besuch der Burg Eltz. Wir empfehlen für die Fahrt zu der im 12. Jahrhundert erbauten Burg, von Koblenz kommend, die B49 direkt an der Mosel zu nehmen. Bevor wir in Niederfell dann die Mosel überquert haben, machten wir noch einen kurzen Abstecher zum Aussichtspunkt Mönch-Felix Hütte, den wir per Zufall entdeckt haben. Die kleine Wanderung nach oben dauert nicht lange und man hat einen tollen Ausblick auf die Mosel und den Ort Niederfell.

Blick von der Mönch-Felix-Hütte
Blick von der Mönch-Felix-Hütte
Burg Eltz
Burg Eltz
Der Innenhof von Burg Eltz
Der Innenhof von Burg Eltz

Die Burg Eltz liegt perfekt versteckt in einem großen Waldgebiet. Die immer noch im Familienbesitz befindliche Burg ist nicht groß aber gerade das macht sie so charmant und ist ein Besucher-Magnet. Für 10 Euro kann sie, inkl. einer Führung, besichtigt werden. Das sollte man auch unbedingt tun, um einen schönen Eindruck von der Geschichte der Burg zu bekommen und dem Leben im Mittelalter allgemein. Die Burg erreicht man bequem mit dem Auto und einem anschließenden ca. 20 Minütigen Spaziergang, von dem aus man die Burg auch gut fotografieren kann. Es gibt aber auch einen Shuttle-Bus.

Moselbrücke Winningen
Moselbrücke Winningen

Hängeseilbrücke Geierlay

Wer etwas mehr Adrenalin-Kitzel, der bei einer Burgbesichtigung im allgemeinen nicht aufkommt, braucht, kann den kleinen Ort Mörsdorf besuchen. Hier lädt die bis vor kurzem noch längste Hängeseilbrücke der Welt, zu einem wackeligen 360 Meter langen Spaziergang in 100 Metern Höhe ein. Am besten erreicht man die Hängeseilbrücke Geierlay über das Besucherzentrum, wo man auch parken kann oder die beiden Ausweichparkplätze. Von dort aus geht es auf einem gut ausgebauten Wanderweg zur Brücke. Der Eintritt ist frei.

Die Hängeseilbrücke Geierlay
Die Hängeseilbrücke Geierlay
Gunnar auf der Hängeseilbrücke Geierlay
Gunnar auf der Hängeseilbrücke Geierlay

Calmont Klettersteig und Moselschleife Bremm

Wer einmal in einem echten Weinberg wandern und dabei auch noch einen atemberaubenden Blick auf die Mosel und umliegende Landschaft haben möchte, der sollte einen Besuch des Calmont Klettersteiges einplanen. Wer hier wandert, sollte allerdings gutes Schuhwerk an den Füßen haben, über gute Kondition verfügen und absolut schwindelfrei sein, denn die Weinberge an der Mosel sind extrem steil und die Wege darin sehr schmal. Von hier oben kann man auch sehr gut die Mosel sehen, die am Örtchen Bremm in einer sehr engen Schleife fließt. Wir dachten, dass man die Moselschleife auch vom Gipfelkreuz aus in voller Pracht sehen kann, mussten aber feststellen, dass der Blick von dort durch Bäume etwas eingeschränkt ist.

Steil - Calmont Klettersteig
Steil – Calmont Klettersteig
Die Moselschleife vom Calmont Gipfelkreuz
Die Moselschleife vom Calmont Gipfelkreuz

Natürlich gibt es an der Mosel noch sehr viel mehr zu sehen, in zwei Tagen ist aber nicht mehr drin. Wer länger Zeit hat, sollte sie sich auch nehmen. Viele Burgen, Moselorte und Weingüter laden zu einem Besuch ein. Was uns sehr angenehm auffiel war, dass es nirgends so richtig unangenehm voll war, man kann die Natur also manchmal auch noch für sich haben und genießen.

Welche Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps habt ihr für einen Ausflug oder ganzen Urlaub an der Mosel? Wir sind gespannt auf eure Kommentare.

Ein Kommentar zu “6 Tipps für zwei Tage an der Mosel”

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